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Interkulturelle Kompetenz

„Man verdirbt einen Menschen am sichersten, wenn man ihn anleitet,
den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden."
Friedrich Nietzsche

Professionelle Lehrerarbeit im interkulturellen Schulalltag

Schule und Unterricht sind Räume, in denen Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund miteinander in Kontakt sind und in denen interkulturelle Kommunikation stattfinden muss. Die dort aufeinander treffenden Kulturen der jeweiligen Gemeinschaften sind religiös, wissenschaftlich, historisch usw. sehr unterschiedlich geprägt, darüber hinaus gibt es auch noch große interne Unterschiede innerhalb der Kulturen. Um den noch eine Situation der Gleichberechtigung und gegenseitigen Wertschätzung herzustellen, ist interkulturelle Kompetenz aller Beteiligten notwendig, also jene Fähigkeit, die den Aneignungsprozess von Wissen und Verhaltensweisen umfasst, mit dem gehandelt werden kann, wenn unterschiedliche Denkformen, Handlungsmuster und Lebensentwürfe miteinander in Berührung kommen. Interkulturelle Kompetenz ist somit eine Schlüsselqualifikation professioneller Lehrerarbeit.

Das Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (WHRS) Reutlingen bietet Lehreranwärterinnen und -anwärtern im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit, durch Teilnahme an ergänzenden Veranstaltungen sich für den interkulturellen Schulalltag individuell zu qualifizieren.

Angeboten werden die Veranstaltungen:    

  • Integration jugendlicher Flüchtlinge in Regelklassen und Interkulturelle Kompetenz
  • Deutsch als Zweitsprache - didaktische Zugänge, Methoden und Materialien aus dem Bereich mit Hospitation an der Gotthard-Müller Gemeinschaftsschule Filderstadt
  • Deutsch als Zeitsprache im Unterricht
  • Hospitation an der Realschule Hinterweil in Sindelfingen mit Vorbereitungsklasse sowie Integration von DaZ Schüler/innen in den Fachunterricht

Angehende Lehrerinnen und Lehrer können…

  • im praktischen Tun Elemente interkulturellen Trainings erfahren; dabei steht die Arbeit an den eigenen Haltungen und das Kennenlernen von Methoden eines interkulturellen Trainings im Vordergrund
  • erfahren, wie ihre Perspektive auf Schule und Unterricht hin zu einem interkulturellen Bildungsverständnis werden kann und sie Unterricht mehrperspektivisch planen können
  • sich der Herausforderungen bewusst werden, die jugendlich Flüchtlingskinder in Regelklassen mit sich bringen und wie Lernen und Integration unterstützt werden kann (Umgang mit belasteten Jugendlichen)
  • die Bedeutung der Sprache (Muttersprache, Zweitsprache, Mehrsprachigkeit) für die kognitive Entwicklung erkennen und förderliche Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Spracherwerb im Klassenverband kennen lernen => sprachsensiblen Fachunterricht in Theorie und Praxis (Hospitation)
  • Innovationsansätze in Schule und Gesellschaft kennen und zu einer positiven Auseinandersetzung mit den Anforderungen zunehmender Pluralität angeregt werden
  • durch theoretische Grundlagen sowie Hospitationen und Reflexion Einblick in Vorbereitungsklassen sowie den Zweitspracherwerb gewinnen
  • Kooperation mit anderen Institutionen

NikLAS

Das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (WHRS) Reutlingen ist im Rahmen von NikLAS am Staatlichen Schulamt Tübingen im Kompetenzteam vertreten.

Interkulturelle Kompeteznz"In diesem Netzwerk arbeiten auf der Ebene der Staatlichen Schulämter schulartübergreifend Schulen, Schulverwaltung, lehrerbildende Hochschulen und Staatliche Seminare für Lehrerbildung in regionalen Gruppen zusammen.
Diese Netzwerke stehen Personen aus allen Einrichtungen offen, die sich mit Lernen, Schule und Bildung beschäftigen. Sie entwickeln Formen der regionalen Zusammenarbeit und der Wirksamkeit entsprechend ihrer örtlichen Möglichkeiten und Besonderheiten."

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